The dating mom

Es gibt Menschen die von ihnen strahlen. Kennt ihr die?

Keine Ahnung wie sie das machen, aber sie schaffen allein mit ihrer Anwesenheit ein positives Wohlgefühl zu vermitteln. Das sind diejenigen bei denen man Termine oder Treffen freiwillig nie absagen würde. Diese Spezies ist allerdings entweder oft ausgebucht, denn sie verfügen meist über eine riesige Bandbreite von unterschiedlichsten Kontakten und Freundschaften oder wohnen einfach mal 1 1/2 Stunden weit weg. Ich habe solche Menschen nicht nur in meinem Freundeskreis. Eine solche Person ist zum Beispiel die Osteopathin, die ich seit Geburt der Kinder vielleicht 6-8 mal besucht habe. Wir Siezen uns! Aber diese Termine waren/sind tatsächlich nicht nur körperlich eine Wohltat. Das Wesen und die Gespräche dieser Osteopathin waren für mich bisher immer eine Bereicherung. Wenn man solche Menschen nicht schon im Freundeskreis integriert hat, dann würde man am liebsten sagen, willst du bitte meine Freundin sein?

Im Allgemeinen empfinde ich das mit dem „Freundschaften schließen“ als Mama übrigens nicht mehr so einfach. Wie verdammt selbstverständlich hat sich das früher angefühlt, dort eine große Clique von Mädels, da eine beste Freundin, und da noch 2 Schulfreundinnen… Dann kamen die losen, aber guten Freundschaften dazu: Freunde der unterschiedlichen Schulen, Ausbildungen etc. Das fügte sich ganz natürlich, es kam mir gar nicht in den Kopf zu fragen, sind wir jetzt Freundinnen? Es gab sogar Zeiten in denen ich mit Jungs, echt wahr jetzt, befreundet war. Also nicht die Papas oder Freunde/Männer von Freundinnen oder Bekannten, sondern Kerlen, die teils Singles waren.

Mit dem Mamasein trat dann eine Veränderung ein. Wie wir uns verändern, verändert sich auch unsere Rolle und unsere Freundschaften. Freundeskreise verändern sich, wenn sich die Familienformen verändern. Besonders wenn sich im Freundeskreis unterschiedliche Wege hinsichtlich Familienfindung, Familienplanung oder dem Dauer-Single-Leben durchmischen, dann können schon wenige Kilometer Menschen, wie die Kluft zwischen dem Grand Canyon, trennen. Manchmal geht man zwar auf die Plattform des Grand Canyons und schaut mal rüber oder runter. Aber man ist eher fasziniert von den Formen der Zerklüftung. Doch das Tal zwischen der Zerklüftung wird nicht so genutzt, wie es eigentlich möglich wäre, zum Beispiel für gemeinsame Abenteuer.
Mama sein kann dann auch Einsamkeit bedeuten. Eine andere Einsamkeit, die sich klammheimlich anschleicht und oft erst später wahrgenommen wird. Denn zwischen dem Pampers wechseln, der Schlafabstinenz und den Trotzanfällen und nicht zu vergessen, der plötzlich angestiegenen Flut an Wäsche, kann es eine Weile dauern, bis Mama Zeit für das Universum außerhalb ihrer eigenen 4 Wände findet.

Soll die Einsamkeit nicht länger andauern, dann braucht es hier tatsächlich eine Veränderung, es kommt also zum Mommydating. Das ist leider nicht mehr so spielerisch und einfach wie früher, sondern eine bewusste Entscheidung. Keine Affäre, sondern mit Absicht auf eine feste Beziehung. Und hier ist es so, dass das Kontakte knüpfen mit Kindern etwas anders verläuft als früher und die Kriterien von nachmittaglichen Verabredungen eher im Interesse der kindlichen Spielbedürfnisse entspricht als zum Beispiel den reinen Vorlieben für Sarkasmus ihrer Mütter.

Aber so geht es sicher nicht allen. Es gibt die Exemplare an Mamas, die scheinbar mit Leichtigkeit die Aufrechterhaltung von Beziehungen und Schaffung von neuen Freundschaften zurecht zu kommen. Die sich zum Beispiel mit verschiedenen Mamas treffen, egal aus welcher Lebensepoche sie stammen. Die zu jedem einen Draht aufbauen können und ganz nebenbei einen interessanten Plausch mit anderen Elternteilen auf dem Spielplatz führen.

Die Pr(ov)inziliasche Blutsverwandschaft lebt in einer Großstadt. Dort wurde dieses Thema schon angegangen: Dating Mums in Großstädten per virtueller Partnerbörse. Alle 11 Minuten verli…ähhh, verabredet sich eine Single(mommy) mit Par(eltern)ship.

Warum denn nicht? Es nicht einfach sein Match zu finden. Und wenn ich ans daten an sich denke, dann gibt wenige Momente, die einen ähnlich beflügeln, die positive Energie verleihen können, wie das erste Date. Ich erinnere mich noch, wie mir vor meinem ersten Date mit dem Schlossherrn fast das Herz aus dem Hals gehüpft ist. Sowohl meine beste Freundin als auch meine Schwester mussten mir bei der Kleiderwahl zur Seite stehen. Ob das Mommydating dann ein ähnlich aufregend wird sei dahingestellt. Aber Kontakte zu knüpfen oder wieder aufzunehmen ist zumindest ein Schritt. Ob es dann in einer neuen, wohltuenden Beziehung endet oder eine kleine Abwechslung für einen Mittag- zwischen dem aufwischen der ausgelaufenen Trinkflasche im Rucksack- ist, das wird sich dann erst noch zeigen.

Kontaktfreudige Grüße

Eure Pr(ov)inzessin

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Alter Falte(r)

Da ist sie. Eine große tiefe Furche mitten im Gesicht. Nicht einmal der beste (Foto)Filter kann sie verstecken. Erstaunt betrachte ich die Bilder zwischen denen vielleicht 2-3 Jahre liegen: Vom faltenfreien, jungen Gesicht zur tiefen Gletscherspalte, flankiert von tiefen bläulichen Schatten der schlafmangelbedingten Augenränder, die sich auf der gleichen Gesichtslinie befinden.

DIE Falte: Eines der ersten deutlichen sichtbaren Merkmale, dass der Alterungsprozess voll im Gang ist. Während andere schon seit ein paar Jahren mit grauen Haaren zu kämpfen hatten, wurde ich bislang verschont. Ich hatte mich damit arrangiert, irgendwann, in die SPÄTER notwendige Welt der Chauffeure, des unendlichen Marktes der chemischen Farb- und Tönungsprodukte zu versinken und unweigerlich eine Stunde mehr Zeit bei jedem Frisörbesuch einzuplanen. Aber das es mich so hart trifft, mitten ins (im) Gesicht. #kopfschütteln# Plötzlich entsteht ein Verständnis für die Schönheitschirugie, was ich früher noch belächelt hatte. So habe ich mich schon dabei erwischt, in einer ruhigen Minute, durch im Netz die Vielzahl an Angeboten und Alternativen von Beautyklinken zu stöbern und mir vorzustellen, was in diesem Zuge sonst noch erneuert und verschönert werden könnte.

Der Körper altert durch Schwangerschaft und Kinder: Eine Bekannte, die in den USA Medizin studiert hat, erzählte mir bei einem Babybesuch, dass ihr Dozent an der medizinischen Universität die Meinung vertritt, dass jede Schwangerschaft, den Körper um 10 Jahre altern lässt. Also wäre ich so knapp Mitte 50! Ufff… obwohl… irgendwie… so an schlechten Tagen… mit den plötzlich aufkommenden Wehwechen: Knieschmerz hier, schwächelndes Bindegewebe dort… nicht zuletzt das nicht zu verleugnende Merkmal im Gesicht. Dann komme ich zu dem Ergebnis, ja das sind eindeutige Indizien. Und es sind nur die sichtbaren und spürbaren Anzeichen. Manchmal frage ich mich, ob ich seit der Geburt meines zweiten Kindes in eine Art Midlife Crises geraten bin und ob die Midlife Crises bei Frauen schon so viel früher einsetzt als bei Männern? Denn eigentlich bin ich in der Blüte meines Lebens: Stolze Schlossbesitzerin, habe eine fundierte Ausbildung, die beruflich viele Möglichkeiten bietet. Ein Mann mit einer (verhältnismäßig) sicheren Arbeitsstelle. Läuft also. Meine Big Fives an Lebenszielen (Fernreisen, toller Kerl, Haus, Hochzeit, gesunde Kinder) konnte ich alle verwirklichen. Und nun stelle ich mir die Fragen: Ist dann alles was jetzt kommt nur noch die Erhaltung? Ist das alles was kommt? Oder braucht es bzw. brauche ich permanent emotional hohe Lebensziele (wie Hochzeit, Haus, Kind).  Gibt es denn etwas anderes als die Liebe zu den Kindern und der Familie, die einen ähnlich beflügelt?

Wenn ich also nochmals auf die These dieses Arztes zurückkomme, dass die Schwangerschaft die weibliche, körperliche Existenz altern lässt, dann passen meine Gedanken. Gedanken einer Mitfünfzigerin, das beruhigt mich irgendwie. ABER MOMENT MAL: Eigentlich weiß ich gar nicht, welche Gedanken eine Mitfünfzigerin dazu hat und was ihre Ziele sind. Ich hoffe nur, dass ich durch die Erfahrungen dieser Selbstmitleids-Krise, äh Midlife Crises-, Verständnis für den emotionalen Zustand meines Mannes haben werde, wenn er in ferner Zukunft in seine Midlife Crises kommt. Und noch mehr hoffe ich, dass ich bis dorthin meine neuen, beflügelnden Ziele gefunden habe und für das Wort ERHALTEN, das Synonym GENIEßEN gefunden habe.

In diesem Sinne: Enjoy your day!

Eure Pr(ov)inzessin

Dufte Sache

In unserem Wesen sind wir ja Sinnesmenschen. Während sich bei dem Einen wahre Bildmonumente vor dem inneren Auge aufbauen. Ist es beim Anderen eher der feine Ton, den er aufnimmt und der ihn hellhörig werden lässt.

Für meinen zuvörderst ausgeprägten Sinn ist ein mittig im Gesicht zentriertes Organ verantwortlich: Die Nase. Bei manchen auch Riechkolben genannt. Ein ziemlich technisches Wort für ein Sinnesorgan sollte man meinen. Aber tatsächlich kann diese, mal mehr oder weniger schöne, körperliche Ausstattung feinste Nuancen an Veränderungen wahrnehmen. Somit hat der Nasensensor oder Nasenbarometer tatsächlich eine physikalische Bestimmung. Und wie es oft so ist, bringen solche technischen Ausstattungen dem stolzen Besitzer Freud und Leid in einem.

Als Provinzessin in ländlichster Umgebung zum Beispiel werden diese Geruchsempfindungen manchmal sehr unter die Probe gestellt. Insbesondere, da sich so mancher landwirtschaftliche Agrardienstleister auf eine Großzucht von Schweinen im Ort spezialisiert hat und je nach Windrichtung, diesen Umstand geruchsmäßig jedem Einwohner um die Nase weht. Man sollte sich auch gut den Erwerb eines Bauplatzes überlegen, der unmittelbar an ein Weidenwiesengrundstück grenzt und dessen Bewirtschafter die Jauche regelmäßig nach dem Mähen großzügig verteilt.

Der Geruchssensor hat aber auch vielerlei gute Aspekte. Er schafft mir Planbarkeit, indem ich die Krankheiten meiner Liebsten im Vorfeld erschnuppere. Wenn sich beim Schlossherr das alljährliche Heuschnupfenembargo ankündigt, dann rieche ich das zeitnah und erwirtschafte im Drogeriemarkt bereits eine große Ration an Taschentüchern. Apropos Schlossherr: Mittlerweile ist es ja allgemein bekannt und wissenschaftlich erwiesen, dass wir nur mit jemandem in Beziehung kommen können, den wir auch gut riechen können. Nur blöd, dass sich bei mir während der Schwangerschaft die Geruchssensitivität besonders stark ausprägte. So konnte ich den Schlossherrn in dieser Zeit zeitweise ohne Wäscheklammer kaum erdulden. Der Geruch muss passen und mein Körper hat in dieser Zeit ganz eindeutig geschrien: Fass sie nicht an, sie wurde schon befruchtet! Besetzt! Diesen Umstand reibt mir übrigens der Betroffene noch heute unter die Nase. Schöne Grüße auch ;o)

Der ein oder andere war sicher auch schon ein paar Mal in mehr oder weniger fernen Ländern auf Reisen. Habt ihr da einmal wahrgenommen, wie sich zunehmend der Geruch des eigenen Urins verändert? (In der Schwangerschaft übrigens auch) Als Geruchssensibelchen war es in der Vergangenheit also immer eines der Reiseabenteuer herauszufinden, ob ich meinen neuen Geruch leiden kann oder nicht. Und manchmal halfen sämtliche kosmetische und sonstige Mittelchen nix, um sich mit dem fremden Duft anzufreunden.

Vom Leid zu den Abstrusitäten hin zur Freude des Alltags: Wie schön es nach eben so einer Reise ist den heimischen Duft wieder anzunehmen. Oder im Alltag, wenn der brühende Kaffee in der Filtermaschine durch die Zimmer zieht. Oder sich abends in ein frisch bezogenes Bett legt, dieser herrlich frische Wohlgeruch. Einfach #comfy#! Ach was es nicht alles gibt, was da so gut duftet. Regen, Wald, Pumpkin Spice, frisch geputzte Zähne mit einer Kräuterzahnpasta….Und das ganz Geniale ist, wir können unsere Sinne auch bewusst einsetzen: Wir haben bei uns zuhause zum Beispiel einen Duft-Anker für schlechte Zeiten. Seit Jahren habe ich bei unseren Urlauben (schon ohne Kinder) immer das gleiche Duschgel eingepackt. Es wurde immer nur im Urlaub benutzt. Nun reicht es schon, das Duschgel zu öffnen und daran zu schnuppern und es kommen positive Gefühle auf, die mit den positiven Erinnerungen und Gefühlen des Urlaubs verknüpft sind.

Habt ihr auch einen Anker? Habt ihr auch einen Duft den ihr bewusst einsetzt? Ein Parfüm? Ein Waschmittel?

Naseweise Grüße

Eure Pr(ov) inzessin

Der Trieb des Getriebenseins

Verharre Augenblick, denn du bist so schön…“Okay, gehen wir schnell da vorne hin, da kann man schöne Fotos machen!“

Es könnte doch so einfach sein: Man hat endlich Wochenende und nutzt hiervon ein paar Stunden, um einen schönen Ausflug mit der Familie zu machen. Und was passiert dann? Der innere Zeitmanager (bei mir sieht er etwa aus wie einer der sieben Zwerge, allerdings mit modernen Equipment wie Handy, Smartwatch, …) ruft ständig „Kommt lauft mal weiter, wir wollen doch ungefähr um 12.00 Uhr im Restaurant sein, um Mittag zu essen. Wenn ihr jetzt nicht einen Zahn zulegt, dann schlafen die Kinder bei der Heimfahrt und ooh weh, du weißt was das heißt: Das abendliche Prozedere erweitert sich gefühlt um das 1000fache und dein Feierabend rückt in so weite Ferne, dass du vorsorglich schon einmal die Zähne putzt, falls du nicht mehr den Weg aufs Sofa schaffst, sondern gleich vom Kinderbett ins Schlafgemach trottest….“

„Mama guck mal, boah, eine Kellerassel!“ Kinder, eine Kellerassel! #augenverdreh# „Wir wollen doch zu dem großen Stein da, ich will noch versuchen ein hübsches Foto zu machen, bei dem keiner in der Nase popelt oder aussieht wie der Grinch.“

Im Urlaub dasselbe Spiel: Angekommen am Strand, die Kinder matschen in aller Ruhe: „Du Schatz, soll ich mal da vorne schauen, ob es da ein Restaurant gibt? Sollen wir nachher noch in die Stadt? Die Zahnpasta ist ausgegangen. Ich kann ja mal im Handy schauen, ob es irgendwo hier im Ausland auch einen dm gibt.“ Da fährt man viele Kilometer um abzuschalten und dann? Der innere Zeitmanagementzwerg, der hat wohl keinen Urlaub. Er starrt permanent auf seine Uhr, dann auf seine Stoppuhr im Smartphone, hält ein Fernglas vor die Augen und sagt: „Denk dran, immer höher, weiter, schneller und bitte genießen, gell!?“

Ist das Normal oder bin ich einfach anders? Vielleicht gehört es ja zum menschlichen Trieb? Wenn man nach Yuval Noah Hararis Buchs „Ein kurze Geschichte der Menschheit“ geht, dann könnte man sagen jein. Millionen von Jahren waren wir Sammler und haben ganz entspannt immer das gesucht, was wir gerade für unser Überleben benötigten: Ein paar Beeren hier, ein Mammutfell da. Dabei bewegten wir uns immer (weiter), zumindest in einem gewissen Radius. Aber dies geschah ohne minutiöse Vorplanungen, wir waren ungebunden und flexibler. Das „still“ sitzen, auf der Stelle treten, das kam erst später… Die Art der heutigen (geistigen) Getriebenheit hat nichts mehr mit der früheren Dynamik zu tun, sondern ist das Ergebnis (und Leid) des Fortschrittes.

Im Coaching/Beratungsbereich hingegen erklärt man dieses Phänomen durch unterschiedliche Charaktere von Time-Line Typen: Wie nimmt eine Person Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wahr? Es wird in 3 Typen unterschieden: Between Timer, In Timer, Trough Timer. Throuh Timer sehen oft Ereignisse aus der Vogelperspektive, sowohl Vergangenes, als auch die Gegenwart und die Zukunft. Deshalb fällt es diesen Personen besonders schwer intensiv zu erleben. Between Timer können im Hier und Jetzt erleben, haben aber auch einen Blick auf Vergangenheit und Zukunft. Und dann gibt es noch die In Timer- die König(e)Innen des intensiven Erlebens. Dabei sind vergangene Erlebnisse und zukünftige Planungen gedanklich hintereinander angeordnet. Jeder Mensch hat jeden Zeiterlebenstypus in sich, nur mehr oder weniger ausgeprägt.

Bist du in vielen Lebensbereichen ein In Timer? Dann ist es deine Stärke, das Hier und Jetzt zu genießen. Du sitzt in ein Café, trinkst einen lecker geschäumten Milchkaffee und denkst vielleicht über die Steifigkeit des Milchschaums nach. Wenn ich allein in ein Café sitze…Moment, ich sitze nur in ein Café, wenn ich auf jemanden warte.

Ich kenne sie, es gibt sie, die Personen, die die Zeit aushalten, die IM Moment abschalten. Ihr wisst was ich damit meine!? Mein Mann zum Beispiel kann das! Er schafft es gedanklich HIER zu bleiben und nicht schon an Schritt B und C zu denken. Er sagt, es mache zufrieden. #neid#

Mein Kopf hingegen ist eher wie ein übervoller Schreibtisch, überall kleben kleine bunte Post its, mit Kritzeleien darauf, und diese kleben unter anderem an den Rückseiten von unordentlich gestapelten Papierbergen. Dazwischen schaut ein Stück eines Stabilostifts heraus, während der gute Kugelschreiber mal wieder unter die Computertastatur gekugelt ist. An so einem Schreibtisch ist man nie fertig, weil ständig ein weiteres Post it oder ein verschollener Zettel auftaucht.

Und da ist ja noch mein kleiner treuer Begleiter, mein Zeitmanagerzwerg. Es ist ja nicht schlecht diesen präsenten, inneren Personal Coach zu haben, er treibt mich an und motiviert! Er sorgt dafür, dass eine Entwicklung stattfindet. Er überzeugt mich immer wieder an den Schreibtisch zu sitzen und dort zu arbeiten. Aber die Frage ist schon: Was bringt permanentes Erleben, wenn es nicht tief geht? Lieber Zeitzwerg, das spricht nicht für nachhaltiges Lernen und sich entwickeln. (Der Zeitzwerg kratzt sich gerade am Kopf, tatsächlich hat er da noch nicht so drüber nachgedacht)

Deshalb übe ich jetzt! Denn so eine Zufriedenheit stell ich mir herrlich wollig und angenehm vor. Und dazu nutze ich meine Kinder. Ich versuche zumindest ab und zu, mich auf ihr erleben einzulassen. Denn Kinder sind pure In Timer. Und ich nehme mir Zeit für mein Hobby (wenn ich eins habe- anderes Thema). Oder ich übe, die Gedanken ziehen zu lassen.

Ich weiß, dass mein Zeitmanagementzwerg aufpasst, dass auf meinem Schreibtisch nie völlige Ordnung herrscht, aber ein Stiftehalter, ein Memoboard und eine Papierablage findet er gut.

Was sagt denn dein innerer Zeitmanager?

P.S. Übung für heute erfolgreich bestanden. Einfach mal die kinderfreie Zeit genutzt und gebloggt!

Hoheitliche Grüße vom Chaos-Schreibtisch

Eure Pr(ov)inzessin

Co(oho!)rona

Es hat mich erwischt- wie eine tosende Woge!


Ich stand am Strand mit dem festen, feuchten Sand unter meinen Füßen und zwischen meinen Zehen. Der salzige Geruch in der Nase. Ich spüre noch, dass die Wellen anfangs sanft waren, dann der Sand etwas weicher wurde- dennoch war es ein sicheres Gefühl und auch etwas belebend, das kühle Nass an den Füßen zu fühlen.

Und dann kam sie irgendwann nach 4 bis 6 Wochen: Eine überraschend große Welle, die mich mit all meiner Kleidung ins Meer spülte. Die mich umwarf, kurz den Kopf unter Wasser tauchte, so dass das salzige Wasser in die Nase lief. Das Salzwasser prickelte und brannte leicht in der Nase. Es dauerte einen Moment sich zu orientieren, nach dem sandigen Boden zu suchen und mit der schweren, nassen Kleidung aufzutauchen, während sich die Welle langsam wieder ins Meer zurückbewegte. Aber sie ließ los, die Welle…

Das war Corona bisher…

Während ich anfangs tatsächlich einen Schwall unterschiedlichster Gefühle erlebte: Einen gewissen Adrenalinkick erlebte, ein seltsames Unbehagen der Verletzlichkeit, ein Solidaritätsgefühl…. Alles in allem gepaart mit allerschönstem Frühlingswetter, welches die räumlichen Einschränkungen durch erholsame Gartenzeit vergessen ließ. Abends sogar zum gemeinsamen Sinnieren auf der Terrasse anregte, hatte ich das Gefühl in einer kleinen rosaroten Familienblase zu schweben. Die ausschließliche Zeit mit den Personen des eigenen Haushaltes verband noch mehr.

Dann folgte plötzlich die Welle. Die Welle der Einschränkungen, des Gefühls nicht mehr aufatmen zu können, dem dringlichen Wunsch nach dem Zurück in den normalen Alltag…
Nun haben wir seit 3 Wochen den normalen Alltag, die Kinder besuchen den Kindergarten, die Arbeitskollegen füllen wieder das Büro… Meine königliche Familie hatte das Glück bislang keine massiven Einschnitte wie Jobverlust, Coronaerkrankung oder Ähnliches erdulden zu müssen. Wir haben sogar einen wunderbaren Urlaub (innerhalb Deutschlands) genossen.

Die von der Welle durchnässte Kleidung ist ausgewrungen. Sie fühlt sich nicht mehr so schwer an und trocknet schon leicht an der Sonne. Aber was bleibt dann von der coronalen Welle?
Tatsächlich dachte ich zu Beginn, dass diese Zeit etwas Neues hervorbringt, für mich, meine Familie, vielleicht auch für die Gesellschaft. Doch scheint es lediglich ein Bild zu sein, dass langsam verblasst. Ohne Emotionen, ohne Empfindungen. Eine Phase- gemeistert, bewältigt, Life goes on.

Fast wehmütig schaue ich auf das Bild der Welle zurück und spüre nochmal den Emotionen nach, dem anfänglichen Kribbeln, den Gefühlen der Verbundenheit, der Frage nach Erkenntnis.
Vielleicht bleibt mir einfach nur die Erkenntnis, zu wissen, das unbekannte Dinge, die Angst machen, die anstrengend sind, die einem das Leben unbequem machen, auch einen Reiz haben.

Sandige Grüße

Eure Pr(ov)inzessin

Quarantäne mit Kindern- Vol. 2

Die ersten Tage sind geschafft- es folgen weitere. Countdown zählen zwecklos, es gibt zwar ein offizielles Datum, den 19. April, auf den alle sehnsüchtig hinfiebern. Aber mal ehrlich, vielleicht sollte man sich nicht zu sehr darauf versteifen. Denn mit dem 19. April wird nicht automatisch die ganze Menschheit von Corona befreit und wir werden große Paraden, voller Konfetti, Fanfaren und wir tanzen mit unseren Liebsten und Hinz und Kunz durch die Gassen…denn ALLES IST ENDLICH WIEDER SO WIE ZUVOR!

Lasst uns mal grob und sehr unvollständig die harten Fakten sehen:

  • Es sind bis dorthin viele Menschen gestorben. Ein Glück hat jeder, der nicht selbst von einem Todesfall betroffen ist.
  • Corona ist noch immer da! Auch mit dem visierten Tag X kann man sich noch anstecken und sollte dies der Fall sein, dann wird man sicher (wieder) einige Zeit in Quarantäne verbringen.
  • Und NEIN, davor wird es nicht mehr so sein, wie es einmal war. Aber wollen wir das wirklich???? Für uns- einer eher sorgenlosen Generation, bei denen zwar die soziale Schere auseinander geht, aber dennoch für viele das größte Problem darin besteht, dass sie sich nicht zwischen Bali und Koh Samui als nächste Urlaubsdestination entscheiden können? Oder aber das Onlineshopping derzeit die einzige Möglichkeit ist, sich ein neues Paar Nike Air Max zu bestellen und nicht mehr im realen Life der City an einem samstäglichen Shoppingtag mit 10000 anderen Leuten auf der Königsstraße in Stuttgart den Schuh ergattern können. Plötzlich wird dies als Einschnitt erlebt, was zuvor königlich gefeiert wurde- der bequeme Weg der Onlinebestellung- es sind nun zwei Paar Schuhe!

Warum ich davon schreibe, weil ich genau zu so einer Personengruppe gehöre. Ja es sind auch meine ganz neuen Erfahrungen. Dennoch würde ich mich aber als vorsichtig posimistisch (Vorsicht- Wortneuschöpfung;o)) bezeichnen. Das bedeutet ich gehöre zu jener Sorte Mensch, die erst einmal pessimistisch an Dinge herangeht, um dann ein besonders positives Ergebnis zu erwarten- zu erhoffen. Dies also als Intro- was Provinzessin in dieser Coronakrise so sinniert.

Nun aber zur Familienzeit kompakt:

Ich durchforste fasziniert die vielen tollen Angebote und Ideen im Internet, die so herumschwirren, bei denen es darum geht, die Zeit des heimischen Daseins zu füllen. Hierbei habe ich zwei Sparten festgestellt, es gibt zum einen sportliche und tänzerische Kinderangebote wie Albas tägliche Sportstunde oder Kindertanzen mit Bibi. Oder aber Bastelangebote, kreative Beschäftigungsideen, Ausmalbilder…Auch unser Kindergarten versorgt uns immer wieder mit Bastelideen, bislang zweimal die Woche einmal für die Kindergartenkinder und einmal für die Krippenkinder.

Nach den ersten zwei Wochen folgende Erkenntnis:

JEDES Kind bastelt, malt, schneidet und klebt gerne stundenlang und frohen Mutes und ist voller Eifer dabei, wenn das nächste Projekt ansteht!!! Das muss so sein. Warum sollte es sonst zig Drillionen Ideen im Internet geben?

Nach den vergangenen zwei Wochen weitere Erkenntnis:

Ich habe die einzigen zwei Kinder, bei denen es länger dauert die Schere aus der Küche zu holen, als die nachher tatsächlich stattfindende Beschäftigungsdauer (und wir haben ein offenes Raum- Wohnkonzept!) Die von mytoys für jedermann kostenlosen Malvorlagen von Paw Patrol oder Eiskönigin, nun ja, auch hier dauerte der Druckvorgang gleichermaßen lang wie der Akt des Anmalens. Das mit Fingerfarben bestempelte Riesen-Osterei kostete die Mutti jede Menge Zewa, Feuchttücher, Nerven und die Kinder ca. 3 Minuten ihres kindlichen Daseins. Das solidarische Gestalten eines Regenbogens gelang ausschließlich mit enormer zeichnerischer mütterlicher Mitwirkung! Aber hallo eine Sozialpädagogin sollte es doch bitte gelingen die Kinder zu fördern!

Und was ist nun bitte die Erkenntnis dieses Blogbeitrags oder soll dies eine Ode an die Unzufriedenheit in diesen seltsamen Tagen sein?

Ich lasse meinen Tag damit ausklingen, dass mein 4jähriger Prinz mehr Ausdauer und Muse hat, seiner Schwester ihr Geburtstagsgeschenk einzupacken und dort freiwillig die Schere nimmt und schneidet, Ecken umschlägt und faltet, vergleichsweise geduldig mit dem widerspenstigen Tesa umgeht als bei sämtlichen Angeboten der vergangenen zwei Wochen. Vielleicht hat er ja morgen Lust das Geschenk zu vervollständigen, indem er noch ein Bild für seine Geburtstagsschwester malt!

In diesem Sinne, Krone wieder auf die zerzausten Haare zurückschieben, weiter probieren (die Ideenliste meines anderen Blogbeitrags soll jetzt erst Recht noch länger werden- ich finde noch Alternativen!)

#Wirbleibenzuhause Eure Pr(ov)inzessin

Ganz schön smart(ohne)phone

Smartphone Fasten

Die Fastenzeit steht an, wie jedes Jahr suche ich fieberhaft nach einem Thema der 40tägigen Enthaltsamkeit. Seit mehreren Jahren schwebt mir vor endlich mal das Smartphone beiseite zu legen. Digital Detox! In den Jahren zuvor muss ich kläglich eingestehen- bin ich gescheitert. Aber warum?

Mit meinen beiden Mäusen zuhause war ich im letzten Jahr tatsächlich noch fast täglich mit dem Kinderwagen unterwegs. Eine willkommene Abwechslung war unsere Mutti-Chatgruppe zu „spontanen“ Kinderwagentreffs. Eine Einladung dieser Art zu verpassen, das wollte ich tatsächlich nicht riskieren. Gesellschaftliches Kick Off!

Das Jahr davor, also 2018, war ich in der Fastenzeit hochschwanger. Mein Smartphone, mein treuer Begleiter, ob es zum absolut notwendigen Onlineshoppen des 243 Babybodys war oder zur Recherche der Anzeichen eines Geburtsbeginns, das Handy musste da sein.

Mein Handy war in den letzten Jahren treuer Beistand- mein Entertainer in schlaflosen Nächten, mein Fenster zur Welt der unbegrenzten Anzahl an wunderschöner Kinderkleidung (ihr kennt Hema und next?), meine kleine Oase der neuen Eindrücke. Handy anschalten, um abzuschalten- mein Motto! So und nun zu den harten Fakten:

  • Meine Kinder kennen mich mittlerweile kaum ohne Handy in der Hand.
  • Ich stelle mir gerade die Frage, ob ich Stuhlgang ohne den smarten Entertainer schaffen könnte.
  • Mein Mann sieht nach einem anstrengenden Tag abends meist nur meinen Rücken, der sanft vom bildschirmblau erleuchtet wird.

Zunehmend merke ich wie zwischen meinem treuen Begleiter und mir eine Art Hass-Liebe entsteht.

Ich bin teils genervt, von den 30 Werbeemails, die morgens und abends zeigen, wie extremst angesagt Bermudas in diesem Sommer sein werden und wie toll es wäre in exklusiven Resorts zu escapen. Ich denke ungern an meinen Kontostand- den ich natürlich per Smartphone abrufe- der mich derzeit anfleht, nicht noch 3 weitere Hosen für meine kleine Maus zu bestellen. Wie leicht und verführerisch es sich doch anfühlt noch schnell ein Buch zu bestellen, dass ich UNBEDINGT lesen muss (dabei hatte ich die letzten 4 Jahre kein Buch mehr in der Hand).

Tatsächlich fühle ich mich langsam eingeengt, von ihm, meinem kleinen Freund, der nachts neben mir einschläft, nachdem er mich mit einer Folge einer seichten Serie sanft in den Schlaf befördert. Und morgens wenn ich die Augen öffne bereits freudig erwartet, bereit mir zu zeigen wie die stündlichen Wetterprognosen des Tages sind, um danach zu schauen, welche nützlichen Produkte der Kaffeeriese wohl anbietet.

Ich brauche eine Beziehungspause… und werde mir jetzt mal die Zeit nehmen, um auf dem stillen Örtchen nach Tipps zu digital detox zu googlen. 

Smarte Grüße

Hervorgehoben

Quarantäne mit Kindern

Sicherung des Überlebens aller Familienmitglieder

– Ohne Mord und Todschlag-

Corona ist eine Herausforderung, eine Krise, ein Extrem…

…und noch extremer, noch besonderer, die Aufgabe in Quarantäne, die familiäre Laune aufrecht zu erhalten. Aber nicht nur für Familien in Quarantäne gibt es Einschränkungen, so sind Schulen und Kitas vorerst 5 Wochen geschlossen. Viel Familienzeit, jedoch wenig (Spiel-)Raum oder Möglichkeit, die von uns gewohnte Freizeitgestaltung mit Kindern anzuwenden (Spielplatzbesuche Indoor- oder Outdoor, Tier- und Freizeitparks, Schwimmbäder,….).
Plötzlich wird so viel Familienzeit Zuviel Familienzeit. Wahnsinn wie sich ein Tag dehnen kann…..
Deshalb möchte ich euch Tipps geben, wie ihr mit eurem Nachwuchs etwas Zeit gestalten könnt. Dabei ist es egal, ob ihr in einer Magd-oder Knechtkammer lebt oder den Luxus eines eigenen Schlösschens mit Schlosspark habt. Es sind nicht DIE Geheimtipps auf die die Menschheit gewartet hat, aber Dinge, die einfach umsetzbar sind. Vielleicht findet ihr die ein oder andere Idee gut und probiert sie aus- Damit die Familienzeit euch nicht nur räumlich näher bringt und alle Familienmitglieder damit gut (über-)leben!

Viel Spaß

Ideen für Familien mit Kleinkindern bis zum Grundschulalter

  • Höhlen bauen: Sucht Decken und Kissen aller Art im Haus zusammen und versucht mit Stühlen und evtl. dem Sofa eine große Höhle zu bauen. Sollte die Höhle fertig sein, kann Verschiedenes passieren. Ihr spielt damit oder ihr nehmt eine Taschenlampe und lest darin oder oder oder.
  • Badewannenspaß bzw. Duschkabinenzauber: Habt ihr Badewannenfarbe? Klasse! Alternativ ein Mehl-Wasser-Gemisch herstellen und mit Lebensmittelfarbe einfärben. Kinder nackig machen, in die Wanne oder Kabine und los geht das bunte Vergnügen. Achtung: Bei der selbsthergestellten Farbe bitte an einer Stelle der Wanne austesten, ob es gut abwaschbar ist. Als Eltern seid ihr aufjedenfall durch diese Aktion auch eine Weile beschäftigt- nachher beim Sauber machen ;o)
  • Ostereier färben, bemalen, bestickern- das ist die perfekte Zeit für ein buntes Nest!
  • Thementag: Überlegt euch ein Thema z.b. Piraten und gestaltet den Alltag dazu. Bastelt aus Klo- oder Küchenrollen Fernrohre, gestaltet das Bett der Kinder oder euer Sofa mit vielen Kissen und Decken zum Piratenschiff um, malt den Kindern mit nem Kajalstift ein Piratentattoo auf den Arm, trinkt Piratensaft und esst Piratenschmaus. Trainiert schonmal, falls jemand euer Piratenschiff angreifen will. Nehmt mehrere Päckchen Taschentücher und ein Eimer und versucht dort die Taschentücherpäckchen hineinzuwerfen, so könnt ihr Feinde abwehren.
  • Tanzeinheit: Legt die Lieblingsmusik eurer Kinder ein (bei uns derzeit: Mama Lauda #kopfschütteln) und tanzt wild herum. Sollten die Kinder zu sehr aufdrehen, gebt ihnen Aufgaben wie z.B. Probier mal im Vierfüsslerstand zu laufen wie eine Ameise, Kannst du dich so lang machen wie eine Giraffe, auf Zehen laufen, mit einem Bein hüpfen, mit zwei Beinen hüpfen…. Auch wenn ihr nur 10 Minuten abzappelt, es tut gut(-es tut auch gut, sich als Eltern überwinden mitzumachen)!
  • Parcours: Baut in eurer Wohnung/eurem Haus einen Parcours. Auch hier könnt ihr kreativ sein. Habt ihr Klebeband (Kreppband), welches man zum Abkleben beim Streichen verwendet und sich gut lösen lässt? Dann könnt ihr einen Balancierparcours auf den Boden kleben. Zum Beispiel könnt übers Sofa, unter den Tisch. Ihr könnt Stühle auf den Boden legen, über die der Nachwuchs klettern muss. Habt ihr kein Band da, dann geht die Strecke mit den Kindern ab, ihr könnt auch Pfeile auf Papier malen und auf den Boden legen, damit diese den Weg zeigen. On Top verpackt ihr den Parcours mit einem Thema der Interessen eurer Kinder: Sollte bei euch die Eiskönigin das Ding der Dinge sein, dann ist das der Weg zum Eisschloss den Elsa schaffen muss. Habt ihr kleine Piraten zuhause, dann ist das der Weg zu einem Schatz usw. usw.
  • Schatzsuche: Denkt euch einen Schatz aus und verpackt ihn und versteckt ihn. Überlegt euch 2 bis 3 Stationen, an denen neue Hinweise auf den Schatz versteckt sind. Macht einen Hinweiszettel zu jeder neuen Station z.B. mit Symbolen. Liegt der nächste Zettel in der Küche, malt einen Topf, liegt der nächste Hinweis im Bad, dann malt eine Badewanne und so weiter. Je jünger die Kinder desto einfacher gestaltet ihr die Hinweise, bei älteren Kindern schreibt ihr die Hinweise und verpackt sie als Rätsel (Küche: Die Matrosen sprechen von Kombüse. Welcher Ort ist damit gemeint?)

! Seid nicht enttäuscht, wenn die Aufräumarbeiten eurer liebevollen Ideen länger dauern als die Aktion selbst. Es ist oft so, dass die inszenierten Spielmöglichkeiten nur kurz von den Kindern bespielt werden. Aber es verändert sich danach oft die Stimmung und die Kinder werden aus ihrem ursprünglichen Denken (manchmal auch ihrer Unzufriedenheit) gerissen. Es dient ihnen als neuer Input und sie kommen danach wieder besser ins eigene Spiel! Es lohnt sich also trotzdem.

So viel fürs Erste! Ich möchte die Liste in den nächsten Tagen noch erweitern, damit ihr noch mehr Anregungen und Ideen bekommt.

Bleibt gesund und spielt schön Eure Pr(ov)inzession

Darf ich mich vorstellen?

Als geborene Pr(ov)inzessin sind mir mit meinen, nun, 34 Jahren folgende Aufgaben betraut: Die hoheitlichen Aufgaben des Mutterseins eines 3-jährigen Prinzen und einer 2-jährigen kleinen Prinzessin. Charakterv-olle Ehefrau, Besitzerin eines Einfamilienschlösschen inkl. der damit verbundenen schuldhaften Verpflichtungen, sowie des bürgerlichen Berufes einer Sozialpädagogin.

Auch in meinem Königreich, eingebettet in das dörfliche Idyll nahe der schweizerischen Grenze, sind die alltäglichen Fragen des Lebens, die großen Fragen mit denen ich mich beschäftige.

Hoheitliche Grüße

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Eure Pr(ov)inzessin