Sicherung des Überlebens aller Familienmitglieder
– Ohne Mord und Todschlag-
Corona ist eine Herausforderung, eine Krise, ein Extrem…
…und noch extremer, noch besonderer, die Aufgabe in Quarantäne, die familiäre Laune aufrecht zu erhalten. Aber nicht nur für Familien in Quarantäne gibt es Einschränkungen, so sind Schulen und Kitas vorerst 5 Wochen geschlossen. Viel Familienzeit, jedoch wenig (Spiel-)Raum oder Möglichkeit, die von uns gewohnte Freizeitgestaltung mit Kindern anzuwenden (Spielplatzbesuche Indoor- oder Outdoor, Tier- und Freizeitparks, Schwimmbäder,….).
Plötzlich wird so viel Familienzeit Zuviel Familienzeit. Wahnsinn wie sich ein Tag dehnen kann…..
Deshalb möchte ich euch Tipps geben, wie ihr mit eurem Nachwuchs etwas Zeit gestalten könnt. Dabei ist es egal, ob ihr in einer Magd-oder Knechtkammer lebt oder den Luxus eines eigenen Schlösschens mit Schlosspark habt. Es sind nicht DIE Geheimtipps auf die die Menschheit gewartet hat, aber Dinge, die einfach umsetzbar sind. Vielleicht findet ihr die ein oder andere Idee gut und probiert sie aus- Damit die Familienzeit euch nicht nur räumlich näher bringt und alle Familienmitglieder damit gut (über-)leben!
Viel Spaß
Ideen für Familien mit Kleinkindern bis zum Grundschulalter
- Höhlen bauen: Sucht Decken und Kissen aller Art im Haus zusammen und versucht mit Stühlen und evtl. dem Sofa eine große Höhle zu bauen. Sollte die Höhle fertig sein, kann Verschiedenes passieren. Ihr spielt damit oder ihr nehmt eine Taschenlampe und lest darin oder oder oder.
- Badewannenspaß bzw. Duschkabinenzauber: Habt ihr Badewannenfarbe? Klasse! Alternativ ein Mehl-Wasser-Gemisch herstellen und mit Lebensmittelfarbe einfärben. Kinder nackig machen, in die Wanne oder Kabine und los geht das bunte Vergnügen. Achtung: Bei der selbsthergestellten Farbe bitte an einer Stelle der Wanne austesten, ob es gut abwaschbar ist. Als Eltern seid ihr aufjedenfall durch diese Aktion auch eine Weile beschäftigt- nachher beim Sauber machen ;o)
- Ostereier färben, bemalen, bestickern- das ist die perfekte Zeit für ein buntes Nest!
- Thementag: Überlegt euch ein Thema z.b. Piraten und gestaltet den Alltag dazu. Bastelt aus Klo- oder Küchenrollen Fernrohre, gestaltet das Bett der Kinder oder euer Sofa mit vielen Kissen und Decken zum Piratenschiff um, malt den Kindern mit nem Kajalstift ein Piratentattoo auf den Arm, trinkt Piratensaft und esst Piratenschmaus. Trainiert schonmal, falls jemand euer Piratenschiff angreifen will. Nehmt mehrere Päckchen Taschentücher und ein Eimer und versucht dort die Taschentücherpäckchen hineinzuwerfen, so könnt ihr Feinde abwehren.
- Tanzeinheit: Legt die Lieblingsmusik eurer Kinder ein (bei uns derzeit: Mama Lauda #kopfschütteln) und tanzt wild herum. Sollten die Kinder zu sehr aufdrehen, gebt ihnen Aufgaben wie z.B. Probier mal im Vierfüsslerstand zu laufen wie eine Ameise, Kannst du dich so lang machen wie eine Giraffe, auf Zehen laufen, mit einem Bein hüpfen, mit zwei Beinen hüpfen…. Auch wenn ihr nur 10 Minuten abzappelt, es tut gut(-es tut auch gut, sich als Eltern überwinden mitzumachen)!
- Parcours: Baut in eurer Wohnung/eurem Haus einen Parcours. Auch hier könnt ihr kreativ sein. Habt ihr Klebeband (Kreppband), welches man zum Abkleben beim Streichen verwendet und sich gut lösen lässt? Dann könnt ihr einen Balancierparcours auf den Boden kleben. Zum Beispiel könnt übers Sofa, unter den Tisch. Ihr könnt Stühle auf den Boden legen, über die der Nachwuchs klettern muss. Habt ihr kein Band da, dann geht die Strecke mit den Kindern ab, ihr könnt auch Pfeile auf Papier malen und auf den Boden legen, damit diese den Weg zeigen. On Top verpackt ihr den Parcours mit einem Thema der Interessen eurer Kinder: Sollte bei euch die Eiskönigin das Ding der Dinge sein, dann ist das der Weg zum Eisschloss den Elsa schaffen muss. Habt ihr kleine Piraten zuhause, dann ist das der Weg zu einem Schatz usw. usw.
- Schatzsuche: Denkt euch einen Schatz aus und verpackt ihn und versteckt ihn. Überlegt euch 2 bis 3 Stationen, an denen neue Hinweise auf den Schatz versteckt sind. Macht einen Hinweiszettel zu jeder neuen Station z.B. mit Symbolen. Liegt der nächste Zettel in der Küche, malt einen Topf, liegt der nächste Hinweis im Bad, dann malt eine Badewanne und so weiter. Je jünger die Kinder desto einfacher gestaltet ihr die Hinweise, bei älteren Kindern schreibt ihr die Hinweise und verpackt sie als Rätsel (Küche: Die Matrosen sprechen von Kombüse. Welcher Ort ist damit gemeint?)
! Seid nicht enttäuscht, wenn die Aufräumarbeiten eurer liebevollen Ideen länger dauern als die Aktion selbst. Es ist oft so, dass die inszenierten Spielmöglichkeiten nur kurz von den Kindern bespielt werden. Aber es verändert sich danach oft die Stimmung und die Kinder werden aus ihrem ursprünglichen Denken (manchmal auch ihrer Unzufriedenheit) gerissen. Es dient ihnen als neuer Input und sie kommen danach wieder besser ins eigene Spiel! Es lohnt sich also trotzdem.
So viel fürs Erste! Ich möchte die Liste in den nächsten Tagen noch erweitern, damit ihr noch mehr Anregungen und Ideen bekommt.
Bleibt gesund und spielt schön Eure Pr(ov)inzession